Eine Kameradrohne ist ein unbemanntes Luftfahrzeugsystem (UAS), das mit einer integrierten oder montierten Kamera ausgestattet ist und Foto- oder Videoaufnahmen aus der Luft erstellen kann. Kameradrohnen zaehlen zu den am weitesten verbreiteten Drohnentypen im privaten und gewerblichen Bereich.
Moderne Kameradrohnen verfuegen ueber hochaufloesende Kameras mit mechanischer Gimbal-Stabilisierung, die verwacklungsfreie Aufnahmen auch bei Wind ermoeglichen. Sie werden fuer Luftbildfotografie, Videoproduktionen, Immobilienpraesentation, Inspektionen und Vermessungen eingesetzt. Viele aktuelle Modelle bieten 4K- oder sogar 8K-Videoaufloesung, automatische Flugmodi fuer Kamerafahrten und Hinderniserkennung.
Gemaess der EU-Verordnung 2019/947 muessen Betreiber von Kameradrohnen unabhaengig vom Startgewicht beim Luftfahrtbundesamt (LBA) als Betreiber registriert sein, da die Drohne ueber einen Sensor zur Erfassung personenbezogener Daten verfuegt. Die e-ID (Registrierungsnummer) muss am Geraet angebracht werden. Beim Einsatz einer Kameradrohne sind zudem die Datenschutzbestimmungen (DSGVO) einzuhalten: Ueberflug von Wohngrundstuecken ist ohne Zustimmung der Bewohner nicht gestattet. Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben.
Datum der letzten Änderung: 04.04.2026